Jordaniens Naturschönheiten
Wandertour zu den Nautrreservaten Jordaniens
Jordanien besitzt viele Naturschönheiten, die bisher für den Tourismus eher noch unbekannt sind. Mittlerweile gibt es acht Naturreservate in Jordanien, die von der Royal Society for the Conservation of Nature (RSCN) betreut werden. Neben den Highlights einer Reise durch Jordanien werden Sie bei dieser Reise drei der RSCN-Naturreservate besuchen und deren einmalige und vielleicht überraschende Landschaften bestaunen.
1. Reisetag: Anreise nach Jordanien
Sie landen auf dem Queen-Alla-Airport in Amman. Dort erwartet Sie schon unsere jordanische Vertretung, die Ihnen bei den Einreiseformalitäten behilflich sein wird. Danach erfolgt der gemeinsame Transfer zu Ihrem Hotel in Amman.
2. Reisetag: Amman – Oase Azraq
Damit Sie auf Ihrer Reise zuerst einen Eindruck von der jordanischen Hauptstadt bekommen, steht zunächst eine Stadtrundfahrt durch Amman auf dem Programm. Dabei besichtigen wir die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, die bereits in der Bibel Erwähnung fand. Aus der Zeit, als der Nahe Osten unter der Herrschaft des Römischen Imperiums stand, ist unter anderem das Römische Amphitheater in Amman erhalten geblieben. Mit 6.000 Plätzen bietet es schon einer beachtlichen Besucherzahl einen Blick auf das Geschehen. Auf dem Zitadellenhügel befinden sich Überreste aus der Zeit, als Amman, römisch, byzantinisch bzw., islamisch geprägt wurde und auch das Archäologische Museum von Amman hat hier seinen Standort. Downtown Amman befinden sich das Folkloremuseum die Al Hussein Moschee.
Nach der Stadtrundfahrt begeben wir uns 20 Minuten außerhalb von Amman nach Mak Zaman, wo eine ehemalige Karawanserei zu einem Restaurant umgebaut wurde, in dem wir zu Mittag essen. Nach dem Essen können Sie ein bisschen durch den Ort schlendern und sich traditionelles Handwerk in den zahlreichen Geschäften anschauen und natürlich auch kaufen.
Am Nachmittag fahren wir in den Osten Jordaniens zur Oase Azraq, wo sich auch ein Wüstenschloss befindet. Hier mitten in der Wüste gibt es ein Gebiet mit Wasser, so dass sich die Landschaft mit Marschland und Watt präsentiert. Die Oase hat also auch besonders für Zugvögel eine große Bedeutung, da sie im Frühjahr oder im Herbst hier Rast machen können. Damit wir die Landschaft in der Oase Azraq etwas näher kennenlernen, wandern wir etwa eine Stunde über den sogenannten Marsh Trail, einer Holzkonstruktion, durch die Oase. Das Abendessen und die Übernachtung finden in Azraq statt.
3. Reisetag: Azraq – Qasr Amra – Berg Nebo – Madaba
Das Wüstenschloß bzw. die Burg in Azraq besteht aus dunklem Basalt und hat einen quadratischen Grundriß mit 80 Meter langen Mauern. In der Mitte befindet sich ein Platz und an den Ecken stehen vier Türme. Die strategische Lage der Burg nutzte schon Lawrence von Arabien, als er sich in Diensten der britischen Armee gemeinsam mit den Arabern an den Kämpfen gegen die Osmanen beteiligte.
Danach besuchen wir ein weiteres Wüstenschlass, das Qasr Amra, das besondere Bedeutung wegen seiner Fresken aus dem 8. Jahrhundert hat. Sie zeigen Jagdszenen, Kalifenporträts und Tänzerinnen.
Anschließend steuern wir den Berg Nebo im Abǎrim-Gebirge an, das sich östlich des Toten Meeres erstreckt. Von hier aus können wir uns vorstellen, wie Moses ins gelobte Land geblickt hat, ohne selbst dorthin zu kommen. Aus dem 6. Jahrhundert stammt eine Kirche auf dem Berg Nebo, die Mosaike und Tierdarstellungen besitzt. Weitere Mosaike besichtigen wir in Madaba, das seit seiner Wiederentdeckung Ende des 19. Jahrhunderts sehr bekannt ist für seine Mosaike. In der St. Georgskirche zum Beispiel befindet sich ein Mosaik, das eine Landkarte von Palästina aus dem 6. Jahrhundert zeigt. Wir übernachten in Madaba.
4. Reisetag: Madaba – Wadi Mujib – Wadi Bin Hammad – Petra
In der Nähe des Toten Meeres befindet sich auch das am tiefsten gelegene Naturschutzgebiet der Welt, denn es beginnt auf einer Höhe von 400 Metern unter dem Meeresspiegel des Mittelmeeres und erreicht eine Höhe von 900 Metern über dem Meer. Mujib besitzt mehrere Flüsse, die eine reiche Tier- und Pflanzenwelt ermöglichen. Auch hier wollen wir uns etwas genauer umsehen und begeben uns auf eine zwei+ bis dreistündige Wanderung durch das Naturreservat Mujib. Unterwegs kommen wir sogar an einem Gehege Syrischer bzw. Nubischer Steinböcke vorbei, die wesentlich kleiner und heller sind als der Alpensteinbock.
Nach dem Mittagessen steht eine weitere Wanderung auf dem Plan, denn wir laufen etwa drei bis vier Stunden durch das Wadi Bin Hammad. Hier fließt ein kleiner Fluss, der eine reiche und üppige Vegetation hervorgebracht hat. Am Abend erreichen wir die Felsenstadt Petra.
5. Reisetag: Petra
Die Felsenstadt Petra im Süden Jordaniens ist ein Muss für jede Reise nach Jordanien. Hier haben im 6. Jahrhundert die Nabatäer gelebt und ein weltweit einzigartiges Gesamtkunstwerk geschaffen. Aus dem rosaroten Sandstein in Petra haben sie die Fassaden ihrer Häuser herausgemeißelt und dabei beeindruckende Dimensionen erreicht. die Fassaden ragen teilweise bis zu 40 Meter hoch auf. Bevor sich die Reisenden diese Kunstwerke ansehen können, muss man allerdings einen Weg durch eine Schlucht zurücklegen, die ungefähr 1,2 Kilometer lang ist. Aber wer dann einmal auf der Straße der Fassaden steht und das Theater, die Königswand oder den Palast in natura betrachten kann, wird wohl eine bleibende Erinnerung mit nach Hause nehmen.
Für die Mittagsmahlzeit werden Sie in einem Restaurant in Petra erwartet. Anschließend wollen wir noch zum Kloster „El Deir“, das man über einen schmalen Pfad erreichen kann. Zum Abendessen und für die Nacht erwartet Sie wieder Ihr Hotel in Petra.
6. Reisetag: Petra – Jebel Haroun – Little Petra
Von Petra aus ist heute eine Wanderung zum 1396 Meter hohen Jebel Haroun geplant. Sie führt am sogenannten Schlangenmonument vorbei und dauert ein paar Stunden. Auf dem Gipfel des Berges befindet sich eine kleine, weiße Moschee, in der der Prophet Aaron beerdigt sein soll, weshalb der Berg Jebel Haroun auch Aaron Berg genannt wird. Auch von hier oben hat man wieder einen fantastischen Blick über Jordanien. In Little Petra erreichen wir schließlich den Endpunkt der heutigen Tagesetappe und übernachten dort in einem Camp.
7. Reisetag: Little Petra
Heute durchstreifen wir Little Petra, das ebenfalls über beeindruckende Felsfassaden verfügt. Außerdem sehen wir Überreste von neolithischen Siedlungen in Beida und gewinnen einen Eindruck vom Leben der Beduinen in der Wüste Jordaniens. Das geht besonders gut bei einem Barbeque und traditioneller Beduinenmusik, bevor die Nacht unter hoffentlich klarem Sternenhimmel anbricht.
8. Reisetag; Petra – Dana
Heute wandern wir durch das Wadi Dana und den Naturschutzpark Dana hinauf zum gleichnamigen Dorf. Der Naturpark präsentiert sich mit einer abwechslungsreichen Landschaft, die von einer ebenso abwechslungsreichen Tier- und Pflanzenwelt besiedelt wird. Bei dieser Wanderung sind wir mehrere Stunden unterwegs. Für die Übernachtung empfängt uns das Guesthouse in Dana.
9. Reisetag: Dana – Wadi Feynan
Von Dana im Naturpark Dana starten wir nach dem Frühstück unsere Wanderung durch das Wadi Dana hinab ins Wadi Feynan. Dabei werden wir von einem erfahrenen Ranger begleitet. Der Weg hat eine Länge von rund 14 Kilometern und dauert etwas mehr als sechs Stunden. Anhand von archäologischen Funden in Feynan konnte man nachweisen, dass in der Bronze- und der Eisenzeit hier Erze verhüttet wurden. Ein Beleg dafür sind auch die Kupferminen, an denen wir während der Wanderung vorbei kommen. Zur Übernachtung kehren wir in der Feynan Eco Lodge ein, die mangels Elektrizität von romantischem Kerzenschein erleuchtet wird.
10. Reisetag: Wadi Feynan – Wadi Araba
Heute wandern wir vom Wadi Feynan zum Wadi Araba, das zwischen dem Toten Meer im Norden und dem Roten Meer im Süden liegt. Das Wadi Araba ist damit Teil des Afrikanischen Grabenbruchsystems, wo die Afrikanische Kontinentalplatte und die Arabische Platte auseinanderdriften und in geologischen Zeiträumen ein riesiges Tal entstehen wird. Die Anfänge dieser Landschaft sind hier heute schon zu sehen, weshalb die Berge rings herum schon Höhen bis zu 1.700 Metern aufweisen. Unser Nachtlager in Wadi Araba ist ein Camp.
11. Reisetag: Wadi Feynan – Amman
Der Wüstenhighway bringt uns von Wadi Feynan zurück nach Amman. Dort können Sie den Tag nach Ihren eigenen Plänen gestalten. Ihre letzte Übernachtung haben Sie wieder im Hotel in Amman.
12. Reisetag: Rückreise und Heimflug
Transfer zum Flughafen Amman für Ihre Heimreise.

